Wenn chirurgische Entscheidungen komplex werden, braucht es einen klaren Blick auf das Wesentliche.

Wenn eine Erkrankung eine Operation erforderlich machen könnte, stehen Tierhalter oft vor schwierigen Fragen:

Ist eine Operation notwendig? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Gibt es sinnvolle Alternativen? Und was bedeuten die vorliegenden Untersuchungs- und Bildbefunde tatsächlich für das eigene Tier?

In der Chirurgischen Kleintierpraxis Dr. Gramada liegt der Schwerpunkt auf der chirurgischen Versorgung von Hunden und Katzen, mit besonderem Fokus auf Neurologie, Neurochirurgie und Erkrankungen der Wirbelsäule.

Dabei geht es nicht allein darum, eine Operation durchzuführen. Entscheidend ist zunächst, die Erkrankung möglichst genau zu verstehen und gemeinsam mit dem Tierhalter zu klären, welcher nächste Schritt sinnvoll sein kann.


Chirurgie mit besonderem Schwerpunkt auf Wirbelsäule und Nervensystem

Erkrankungen der Wirbelsäule und des Nervensystems können sich sehr unterschiedlich zeigen. Schmerzen, Bewegungsstörungen, Gangveränderungen oder neurologische Ausfälle können verschiedene Ursachen haben.

Zu den Fragestellungen, mit denen wir uns besonders beschäftigen, gehören unter anderem:

Bandscheibenerkrankungen und Bandscheibenvorfälle

Neurologische Ausfälle

Erkrankungen im Bereich der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule

Erkrankungen des lumbosakralen Übergangs

Chirurgisch relevante Erkrankungen des Nervensystems

Die Entscheidung für oder gegen einen chirurgischen Eingriff sollte dabei immer auf der Grundlage der individuellen Situation des Tieres getroffen werden.


Wenn Nerven betroffen sind

Wenn neurologische Strukturen betroffen sind, reicht es häufig nicht aus, nur nach dem Ort der Schmerzen zu fragen.

Entscheidend ist, möglichst genau zu verstehen, welche Strukturen betroffen sind, wie ausgeprägt die Veränderungen sind und wie sie sich mit den klinischen Symptomen des Tieres in Beziehung setzen lassen.

Dafür werden die Krankengeschichte, die klinische und neurologische Untersuchung sowie vorhandene diagnostische Befunde gemeinsam betrachtet.


Wenn Bilder Antworten geben können

Bildgebende Verfahren können wichtige Informationen liefern, insbesondere wenn es um chirurgische Fragestellungen geht.

In unserer Praxis steht hierfür unter anderem die Computertomographie (CT) zur Verfügung.

Dabei betrachten wir die Aufnahmen nicht isoliert. Ein Bildbefund erhält seine Bedeutung erst im Zusammenhang mit den Symptomen, der Krankengeschichte und den Ergebnissen der klinischen Untersuchung.

Auch bereits vorhandene Untersuchungen und Befunde können in die Beurteilung einbezogen werden.


Wann kann eine chirurgische Einschätzung sinnvoll sein?

Eine spezialisierte chirurgische Beurteilung kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn

ein Tier trotz Behandlung weiterhin Beschwerden zeigt, neurologische Auffälligkeiten auftreten,

eine Erkrankung der Wirbelsäule vermutet wird, bereits bildgebende Untersuchungen durchgeführt wurden,

die Frage nach einer Operation im Raum steht oder eine weitere fachliche Einschätzung zu einem bestehenden Befund gewünscht wird.

Nicht jede Erkrankung erfordert eine Operation. Manchmal ist gerade die Erkenntnis wichtig, dass zunächst eine andere Vorgehensweise sinnvoller sein kann.


Hinter jedem CT-Bild steht ein Tier. Und hinter jeder Diagnose steht eine Entscheidung.

Unser Ziel ist es, diese Entscheidung auf Grundlage der verfügbaren Informationen nachvollziehbar zu machen und gemeinsam mit dem Tierhalter den für das jeweilige Tier passenden nächsten Schritt zu besprechen.

Dabei kann es sich um eine operative Behandlung, eine weitere diagnostische Abklärung, eine konservative Therapie oder zunächst um eine Verlaufskontrolle handeln.


Sie möchten eine zweite fachliche Einschätzung?

Wenn bereits Befunde, Bilder oder Berichte vorliegen oder Sie zunächst eine fachliche Einschätzung zu den Beschwerden Ihres Tieres wünschen, besteht auch die Möglichkeit einer digitalen Beratung oder Zweitmeinung.

Dabei können je nach Fragestellung beispielsweise Anamnese, Befunde, Fotos und Videos über einen dafür vorgesehenen digitalen Kommunikationsweg übermittelt werden.

[ Digitale Beratung & Zweitmeinung ]

Die digitale Beratung ersetzt keine notwendige persönliche Untersuchung. Bei akuten oder lebensbedrohlichen Beschwerden sollte unverzüglich eine tierärztliche Praxis oder ein tierärztlicher Notdienst aufgesucht werden.